Aus meiner Litton-Zeit

Benutzen Sie das Mausrad...

 

 

 

 

Freiburg vor langer, langer Zeit

Dieses Freiburg liegt um nicht aufgezählte Jahrzehntereihen zurück. – Meine Familie und ich wohnten in Niederrimsingen am Tuniberg, doch in Freiburg wurde 1968 „Töchterchen Silke“ geboren – ein Sonntags- und Freiburger Kind.

 

Mit bestem Düsenfeuer überstieg der „Free World Fighter“ F 104 die Schallgeschwindigkeit. Aber wie er sich dabei auch drehte, rollte und wand, sich schraubte oder überschlug, sich im Sturz- oder Steilflug beschleunigte oder den Flugzeugführer „auf den Kopf stellte“ – die kreiselstabilisierte Beschleunigungsmesserplattform blieb fest in ihrer erdoberflächehorizontalen, nach Gitter-Nord ausgerichteten Position, so dass die Beschleunigungsmesser Anteilen der Erdgravitation, die die Rechnungen verfälschen, nicht ausgesetzt waren. Übrigens weiß ich nicht, ob Franz Josef Strauß sich einmal hat drehen, rollen, winden, schrauben oder überschlagen lassen...

 

Ein Feuerzeug... der Starfighter eben

Es waren die Jahre 1966, 1967 und 1968, in denen mich Freiburg im Breisgau mit seinem schönen Stadtbild, seinem Wein, seinen Gassen, seinem Landschaftsambiente, seinen freundlichen Menschen erfreut hat. Zwei Feuerzeuge... der Starfighter eben! Einst hergestellt von Günter Broesan, der unvergessene Mitstreiter und Kollege.

 

...und seine Funktionsweise...

Die Verkürzung diverser Testverfahren ohne Verlust an Ergebnis- und Aussagequalität brachte Manpower- und zeitliche, kurz: ökonomische Vorteile.

 

Es schulert sich hier...

Schulertest, verkürzte zulässige Version bei Reparaturen.

 

Hier steppt es sich

Anweisung gegen Störimpulse bei Untersuchungen.

 

„Hütet euch vor den Technikern“, sagte Marcel Pagnol, „mit der Nähmaschine fangen sie an, mit der Atombombe hören sie auf“. Aber ganz ohne zivilisatorische Bedürfnisse wird er nicht gewesen sein – was hätte er mit seinen Drehbüchern ohne Technik gewollt. – Das Umsetzen physikalischer Gesetzmäßigkeit in ein technisch realisiertes Zweck-Ergebnis gehört zu den interessantesten Aufgaben innerhalb der menschlichen Kultur. Es gehört auch zu den wichtigsten Aufgaben, denn Kultur und Kunst ohne Technik gibt es nicht, sie bedürfen ihrer, die ja selbst Kunst ist. Und so ist ideologische Technikfeindlichkeit ad absurdum geführt – Ideologen kommen ohne Technik nicht aus. Trinken sie ausschließlich aus ihren hohl gehaltenen Händen? Alles lachhaft, das! L’art pour l’art... die Kunst für die Kunst – das ist eine sich selbst genügende, zutreffende und zulässige Aussage. La technique pour la technique... die Technik für die Technik – das ist eine sich selbst widersprechende, weil abwegige Aussage. Technikkunst als Vorteil für menschliches Tun (und Lassen) ist unentbehrliches Gemeingut für jede Person.

 

Die Anwendung von Technik, die die Natur ja nicht bereitstellt, ist Sinngehalt des Technik schaffenden Menschen. Seine Objekte dienen nicht der eigenen Befriedigung, sondern sind dem gebrauchenden – wozu er gehört – und ihm zumeist unbekannten Menschen zugedacht. Das technische Ziel, ein Haus zu errichten, ist nicht das Haus, sondern seine Bewohnbarkeit. Das technische Ziel, ein Navigationssystem herzustellen, ist nicht das Navigationssystem und nicht das Schiff oder Flugzeug, in das es eingesetzt ist, sondern der sichere Transport von Menschen und Sachen von einem Ort zum anderen – gegensätzlich zu Kunst-Ergebnissen aus freier und vielfach Luxusfreude schaffender Individual-Phantasie. Technik baut auf strenger Folgerichtigkeit auf, ihre Anwendung verlässt sich auf stringente Funktionalität. Die erfolgreiche Tätigkeit als Techniker, schreibt Heinrich Stork (1931-1997), erfordert zunächst gediegene naturwissenschaftliche Kenntnisse, die den intensiven Gebrauch symbolischer Denksysteme und logisches Denken umfassen. Aber das ist nicht genug: Der Techniker soll ja Gegenstände erdenken, herstellen und warten, die von Natur aus selbst nicht verwirklicht wurden. Das stellt besondere Anforderungen. Als Eigenschaften des spezifisch technischen Kerns sind das gegenständliche Vorstellungsvermögen, das Vorstellungsvermögen für technische Funktionszusammenhänge, das technische Kombinationsvermögen und das technische Improvisationsvermögen zu nennen. Diese vier Eigenschaften machen die technische Phantasie aus, die technische Gegenstände und Abläufe in der Vorstellung vorwegnehmen kann. Zur technischen Phantasie gesellen sich eine Reihe von Anforderungen, bei denen sich manuelles Geschick und intellektuelle Wendigkeit paaren; man kann sie als Hand- und Situationsgeschick zusammenfassen. Es bildet zusammen mit der technischen Phantasie die technische Intelligenz.
Sic !