Auch ohne Einstein lässt sich’s leben   –   Even without Einstein it is possible to live

Dogmadumm
 
Dogmatisieren als die enge
Behauptung in Gedankenstrenge,
unkritisch in Befangenheit,
unnötig die Beweisbarkeit,
entlarvt den Menschen, der so denkt,
als dogmadumm, das heißt beschränkt.
Das Gegenteil als dogmaklug
behaupten ist nur Wortbetrug,
denn implizite ist enthalten
die Dummheit, sich nicht zu entfalten
zur Horizonteüberschreitung
als Wissenszuwachsvorbereitung.

Dogma-foolish
 
Dogmatize as the narrow
assertion in rigor of thought,
uncritical in bias,
unnecessarily the provability,
exposes the person who thinks like that,
as dogma-foolish, that is limited.
To claim the opposite as dogma-clever
is only word fraud,
because implicit in it is
the stupidity of no developing
to transcend horizons
as knowledge growth preparation.

Techniker verstehen Menschen nie?   –   Technicians do never understand people?

„Philosophie ist für alle da“ – darauf weist Volker Spierling hin. Wenn die theoretische Philosophie untersucht, was ist, und die praktische Philosophie, was sein soll, dann wird sich der theoretische Philosoph ganz gewiss für das interessieren, was einem anderen Geist als „sein soll“ oder „sein sollte“ aufgefallen und eingefallen ist, und vor allem die stimmige Begründung dafür. „Erkenne die Welt“ – das fordert Richard David Precht, aber wohl nicht allein durch philosophisch Geäußertes als subjektive Außenbetrachtung auf der Suche nach „Wahrheit“, sondern „erkenne die Welt“ zuvor in ihrer natürlichen materiellen und prinzipiellen Wirklichkeit und suche nach ihrer stimmigen Grundlage. Das braucht als erstes die kritische Hinwendung zu naturwissenschaftlichen Ergebnissen und Aussagen und führt nun hinüber in die „Gedankenkunst“ der Philosophie, um ihr gegenüber kritisch Stellung zu beziehen: Was widerspricht sich, wann war dieses ausgesagt, wo findet man folgerichtiges Denken, welche Vermutungen sind evident, was ist Phantasie, was ist Dogma – und vor allem: Was ist als in sich schlüssiges Denkergebnis bewiesen und nicht nur als bewiesen behauptet. Darum ist Hinwendung zu klugen Leuten und anderen Disziplinen vorteilhaft. Gute Gedanken nicht zu durchdenken ist Ignoranz. „Das Wahre ist das Ganze“, Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Im vorliegenden Buch soll nicht nur behauptet sein, was sich erkenntnistheoretisch als bewiesen ausgibt. Wie die Digitaltechnik eindeutig zeigt, dass 2+2 = 4 ergeben, die Analogtechnik „um 4 herum“, so soll die Bedingung dafür stimmen, dass Heideggers „Nichts“ als Überhaupt-Nichts oder als Niemals-Vorhandenes nur „nicht“ ist (nicht „nicht sein kann“, denn was „kann“, ist schon nicht mehr nichts). Die Bedingung dafür ist die Tatsache eines konsequenten Denkens, aber auch die eines folgerichtigen Denkens. Was nun aus diesem Denkergebnis für die Bestimmung des „Seins“ notwendig wird, ist das eigentliche Interessante. Vielleicht kann es sogar den einen oder anderen Physiker interessieren (ich kenne und schätze etliche).

“Philosophy is for everyone“ – Volker Spierling points this out. If theoretical philosophy investigates what is and practical philosophy what should be, then the theoretical philosopher will certainly be interested in what has struck and occurred to another mind as “should be“ or “ought to be“ and, above all, the coherent reasoning for it. “Know the world“ – this is what Richard David Precht demands, but probably not only by philosophically expressed as a subjective external view in search of “truth“, but “know the world“ beforehand in its natural material and principle reality and search for its coherent basis. This needs first of all the critical turning to scientific results and statements and leads now over into the “art of thought“ of philosophy, in order to take a critical stand against it: What contradicts itself, when was this stated, where can one find logical thinking, which assumptions are evident, what is fantasy, what is dogma – and above all: What is proven as a conclusive result of thinking and not only claimed as proven. That is why turning to smart people and other disciplines is beneficial. Not to think through good thoughts is ignorance. “The true is the whole“, Georg Wilhelm Friedrich Hegel. In the present book shall not only be asserted what epistemo-logically claims to be proved. As the digital technique shows unambiguously that 2+2 = 4 result, the analog technique “around 4“, so the condition shall be true that Heidegger’s “nothing“ as supra-nothing or as never-present is only “not“ (not “cannot be“, because what “can“ is already no longer nothing). The condition for this is the fact of a consequent thinking, but also that of a logical thinking. What now becomes necessary from this result of thinking for the determination of “being“ is the actual interesting thing. Maybe this can even interest one or the other physicist (I know and appreciate several).

Sinn des SEINs ist Nur-Da-Sein   –  Sense of the Being is Only-Being-There

Zum Buch
About the book
ISBN 978-3-7562-0721-3

„Philosophie ist für alle da“ – darauf weist Volker Spierling hin. Wenn die theoretische Philosophie untersucht, was ist, und die praktische Philosophie, was sein soll, dann wird sich der theoretische Philosoph ganz gewiss für das interessieren, was einem anderen Geist als „sein soll“ oder „sein sollte“ aufgefallen und eingefallen ist, und vor allem die stimmige Begründung dafür. „Erkenne die Welt“ – das fordert Richard David Precht, aber wohl nicht allein durch philosophisch Geäußertes als subjektive Außenbetrachtung auf der Suche nach „Wahrheit“, sondern „erkenne die Welt“ zuvor in ihrer natürlichen materiellen und prinzipiellen Wirklichkeit und suche nach ihrer stimmigen Grundlage. Das braucht als erstes die kritische Hinwendung zu naturwissenschaftlichen Ergebnissen und Aussagen und führt nun hinüber in die „Gedankenkunst“ der Philosophie, um ihr gegenüber kritisch Stellung zu beziehen: Was widerspricht sich, wann war dieses ausgesagt, wo findet man folgerichtiges Denken, welche Vermutungen sind evident, was ist Phantasie, was ist Dogma – und vor allem: Was ist als in sich schlüssiges Denkergebnis bewiesen und nicht nur als bewiesen behauptet. Darum ist Hinwendung zu klugen Leuten und anderen Disziplinen vorteilhaft. Gute Gedanken nicht zu durchdenken ist Ignoranz. „Das Wahre ist das Ganze“, Georg Wilhelm Friedrich Hegel.
Im vorliegenden Buch soll nicht nur behauptet sein, was sich erkenntnistheoretisch als bewiesen ausgibt. Wie die Digitaltechnik eindeutig zeigt, dass 2+2 = 4 ergeben, die Analogtechnik „um 4 herum“, so soll die Bedingung dafür stimmen, dass Heideggers „Nichts“ als Überhaupt-Nichts oder als Niemals-Vorhandenes nur „nicht“ ist (nicht „nicht sein kann“, denn was „kann“, ist schon nicht mehr nichts). Die Bedingung dafür ist die Tatsache eines konsequenten Denkens, aber auch die eines folgerichtigen Denkens. Was nun aus diesem Denkergebnis für die Bestimmung des „Seins“ notwendig wird, ist das eigentliche Interessante. Vielleicht kann es sogar den einen oder anderen Physiker interessieren (ich kenne und schätze etliche).

“Philosophy is for everyone“ – Volker Spierling points this out. If theoretical philosophy investigates what is and practical philosophy what should be, then the theoretical philosopher will certainly be interested in what has struck and occurred to another mind as “should be“ or “ought to be“ and, above all, the coherent reasoning for it. “Know the world“ – this is what Richard David Precht demands, but probably not only by philosophically expressed as a subjective external view in search of “truth“, but “know the world“ beforehand in its natural material and principle reality and search for its coherent basis. This needs first of all the critical turning to scientific results and statements and leads now over into the “art of thought“ of philosophy, in order to take a critical stand against it: What contradicts itself, when was this stated, where can one find logical thinking, which assumptions are evident, what is fantasy, what is dogma – and above all: What is proven as a conclusive result of thinking and not only claimed as proven. That is why turning to smart people and other disciplines is beneficial. Not to think through good thoughts is ignorance. “The true is the whole“, Georg Wilhelm Friedrich Hegel.
In the present book shall not only be asserted what epistemo-logically claims to be proved. As the digital technique shows unambiguously that 2+2 = 4 result, the analog technique “around 4“, so the condition shall be true that Heidegger’s “nothing“ as supra-nothing or as never-present is only “not“ (not “cannot be“, because what “can“ is already no longer nothing). The condition for this is the fact of a consequent thinking, but also that of a logical thinking. What now becomes necessary from this result of thinking for the determination of “being“ is the actual interesting thing. Maybe this can even interest one or the other physicist (I know and appreciate several).

Voll halber Schwäche nach Abendtrunk   –   Full of half weakness after evening drink

Zum Autor
About the author

Auf einer langen Reise von Odessa nach Buenos Aires, nachts 0-4-Wache auf ruhigem Atlantik am Ruderrad des Tankers „Elisabeth Entz“ stehend, entspann sich zwischen mir und dem Wachhabenden II. Offizier Melles ein Gespräch, das in eine philosophische Ebene mündete, die mich an einen unserer Lehrer in zurückliegenden Schuljahren erinnerte. Damals, zu Beginn der 1950er Jahre, entfachte er als aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrter Geschichtslehrer bei vielen von uns ein starkes Interesse an seinen die Fakten des Nationalsozialismus und des 17. Juni 1953 hintergründig erklärenden philosophischen Begründungen. Das leidenschaftlich zu tun war Folge seines Vorkriegsstudiums, in dem der philosophische Anteil ein hoher gewesen war. Melles hatte eine Antwort gegeben nach der Frage, was bei einer irrigen Weltanschauung zu tun sei, dass ein Schiff, wenn es auf einer Sandbank aufgelaufen sei und nach einer Lösung gesucht werde, mit fremder Schlepperhilfe oder auch mit eigener Kraft bis zum Ursprung des falsch eingestellten Kurses zurückgezogen werden muss. Besser als alles andere konnte mir diese Metapher eine starke neue Erkenntnis verdeutlichen. Nach beruflicher Umstellung, technischem Studium, langjährig-maßgeblichen Positionen (analoges Trägheitsnavigationssystem) und Entwicklung komplexer industrieller Analog- und Digitaltechniksysteme (z. B. schnelle Ultrapräzisionsmesstechnik) bewirkten philosophisch-ontologische Erkenntnisse in wissenschaftlichen Bereichen oft die Entscheidungsprozesse für Maßnahmen an solchen Entwicklungen zum Vorteil der anwendenden Menschen besonders in rauhen industriellen Produktionsumgebungen.

On a long voyage from Odessa to Buenos Aires, standing 0-4-watch at night on the calm Atlantic at the steering wheel of the tanker “Elisabeth Entz“, a conversation developed between me and the officer on watch II. Officer Melles, which led into a philosophical level, which reminded me of one of our teachers in past school years. At that time, in the early 1950s, as a history teacher who had returned from Russian captivity, he sparked a strong interest among many of us in his philosophical rationales that explained the facts of National Socialism and June 17, 1953 in a profound way. To do this passionately was a consequence of his pre-war studies, in which the philosophical portion had been a high one. Melles had given an answer after the question what to do in case of an erroneous world view, that a ship, if it had run aground on a sandbank and was looking for a solution, had to be pulled back to the origin of the wrongly set course with foreign tug assistance or also with own power. Better than anything else, this metaphor could clarify a strong new realization for me. After professional transition, technical studies, long-time authoritative positions (analog inertial navigation system) and development of complex industrial analog and digital technology systems (e.g. fast ultra-precision measurement technology) philosophical-ontological findings in scientific fields often caused the decision-making processes for measures on such developments for the benefit of the applying people especially in harsh industrial production environments.

Die Natur besitzt alle wahren Sätze
The nature is the owner of all true propositions

Worauf gründet eine fundamental-ontologische Erkenntnis – doch wohl auf der subjektiv interpretierten Wahrheit eines suchenden Menschen, der unterwegs war, um in seiner „Gedankenkunst“ (Richard David Precht) eine nicht-dogmatische, aber objektiv erklärbare Wirklichkeit zu finden, die von ihm ganz unabhängig ist. Dafür ist die Anwendung von Logik vorbestimmt, hinzu kommt die Beachtung in sich schlüssiger physikalischer Fakten und Voraussetzungen aus der Gesamtweltwirklichkeit. Als ein philosophischer Bereich befasst sich ja die Ontologie mit dem Seienden im Sein und mit den fundamentalen Wirklichkeitsstrukturen, mit der universalen Realität und ihren materiellen und immateriellen Inhalten. Der Nicht-Widerspruch in ontologischen Aussagen ist ein Gesetz der philosophischen Ontologie, das zur Vermeidung von Unglaubwürdigkeit streng zu berücksichtigen ist und mit der Philosophie der Technik voll übereinstimmt. Auch in der technischen System-Entwicklung führt jede gedankliche Abweichung zu Fehlfunktion und Enttäuschung. Nur die Natur ist die Besitzerin aller wahren Sätze (Paul Lorenzen), so dass der Mensch um Natur und Logik nicht herumkommt, indem er ontologische „Gedankenkunst“ anwendet.

What is the basis of a fundamental-ontological knowledge – surely on the subjectively interpreted truth of a searching human being, who was on his way to find in his “art of thought“ (Richard David Precht) a non-dogmatic, but objectively explainable reality, which is completely independent from him. For this, the application of logic is predetermined, in addition there is the consideration of physical facts and preconditions from the total world reality which are conclusive in themselves. As a philosophical area, the ontology deals with the being in the Being and with the fundamental reality structures, with the universal reality and its material and immaterial contents. The non-contradiction in ontological statements is a law of philosophical ontology, which is to be strictly considered for the avoidance of implausibility and fully agrees with the philosophy of technology. Also in the technical system development every thought deviation leads to malfunction and disappointment. Only the nature is the owner of all true propositions (Paul Lorenzen), so that the human being cannot avoid nature and logic by applying ontological “thought art“.

Willst du ins Unendliche schreiten,
geh nur im Endlichen nach allen Seiten.
 
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
 
If you want to step into infinity,
go only in the finite to all sides.

Literaturverzeichnis
Bibliography

Rudolf Carnap, Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaft – Introduction to the philosophy of natural science, Nymphenburger Verlagshandlung, München 1969
 
Clausthaler Gespräch 1948, Naturwissenschaft, Religion, Weltanschauung – Natural Science, Religion, World View, Gmelin-Verlag, Clausthal-Zellerfeld 1949
 
Werner Heisenberg, Der Teil und das Ganze – The part and the whole, Piper & Co. Verlag, München 1969
 
Pascual Jordan, Der Naturwissenschaftler vor der religiösen Frage – The natural scientist before the religious question, Stalling Verlag Oldenburg / Hamburg 1964
 
Kroker / Dechamps, Wertewandel und Lebenssinn – Changing values and meaning in life, Frankfurter Allgemeine Zeitung Verlagsbereich, Frankfurt/Main 1990
 
Erwin Leibfried, Kritische Wissenschaft vom Text – Critical science of the text, J.B.Metzler Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1970
 
Paul Lorenzen / Kuno Lorenz, Dialogische Logik – Dialogical logic, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1978
 
Ram Adhar Mall (*1937), Philosophie im Vergleich der Kulturen – Philosophy in Comparison of Cultures, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1995
 
Albert Menne, Folgerichtig denken – Think logically, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1988
 
Karl R. Popper, Auf der Suche nach einer besseren Welt – In Search of a Better World, Piper München 1984
 
Richard David Precht, Jäger, Hirten, Kritiker – Hunters, shepherds, critics, Wilhelm Goldmann Verlag, München 2018, dort auch: Erkenne die Welt – Know the world, 2015
 
Johannes Duns Scotus, Abhandlung über das erste Prinzip – Treatise on the first principle, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1974
 
Volker Spierling, Kleine Geschichte der Philosophie – Small history of philosophy, Piper München Zürich 1995
 
Heinrich Stork, Einführung in die Philosophie der Technik – Introduction to the philosophy of technology, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1977
 
Der Volks-Brockhaus, Lexikon – Encyclopedia, F.A.Brockhaus / Leipzig, 1940
 
Rolf Vollmann, Das Tolle neben dem Schönen - Jean Paul – The great next to the beautiful - Jean Paul, Deutscher Taschenbuchverlag, München 1978
 
Wörterbuch der philosophischen Begriffe – Dictionary of philosophical terms, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1998

Zeichnungen – Drawings:
 
Hewlett Packard, erworben Ende 1988 – acquired end 1988: DOS-Programm DRAWING GALLERY, Seiten – pages 54, 72, 86
Sylter Inselbahn 1901 – Railway on Isle of Sylt 1901: Seite – page 3
Umschlagzeichnung – cover drawing: Anna Stadter, 83024 Rosenheim
Weitere Zeichnungen: der Verfasser – others: the author.
 
Übertragung ins Englische – English translation:
 
Der Verfasser. Er dankt der terminologisch vielfach zutreffenden Unterstützung durch deepl.com/Translator und bittet gegebenenfalls um Nachsicht bei sprachlicher Ungenauigkeit.
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