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Abhängigkeit des „Wunderwerks Mensch“

Sich von sich entfernen...
Unzweifelhaft enthält die menschgemachte Teilwelt Änderungen der menschungemachten Teilwelt durch menschliche Einwirkungen und durch die körperlichen, geistigen und emotionalen Wandlungen der Menschen durch ihre Erfahrungen im Prozess des Älterwerdens und des Generationenwechsels.
Mit der Komplexität dessen, was Selbsterkenntnis und Selbsterhaltung, Ich und Wir, An- und Absicht, Um- und Nachsicht, Prüfung und Vorurteil, Glauben und Wissen, Erinnerung und Erkenntnis, Willens- und Handlungsfreiheit, Anpass- und Durchsetzungsvermögen und vieles Weitere betrifft, haben sich ungezählte Menschen anthropologisch und philosophisch beschäftigt bis hin in das vermessene anthropozentrische Weltbild.
Über allem steht die Abhängigkeit des „Wunderwerks Mensch“ in all seiner leiblichen, geistigen und lebensfähigen Funktionalität von Vorausgesetzem, angefangen mit der Biologie seines Aufbaus, aufgehört mit physikalischen Größen, beispielsweise Schwerkraft oder ihn schützende Atmosphäre der Erde oder Licht und Wärme spendende Sonne als Zentralkörper in „unserem“ Sonnensystem der Milchstraßengalaxis.
Meine Welt ist die Welt...

Die Beziehung zwischen Menschen gerät philosophisch oft in entgegengesetzte Positionen. Alles Wissen ist Erinnerung, sagt Thomas Hobbes (1588-1679), aber auch: Alles menschlich-sittliche Handeln geht von der Selbstliebe aus und nur das eigene wohlverstandene Interesse zwingt zur Rücksicht auf die Mitmenschen. Jean-Jaques Rousseau (1712-1778) setzt dagegen: Die Liebe wird ihres großen Reizes beraubt, wenn sie von der Anständigkeit verlassen wird.
Es bleibt der Appell, dessen Realisierung Immanuel Kant (1724-1804) von der Menschheit fordert, indem der Mensch so handeln soll, dass die Maxime seines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte. Dieser kategorische Imperativ bleibt als formales Prinzip ein Appell. Und es bleibt die Frage, in welcher philosophischen Sprache bürgerliche Alltagsmenschen in ihren Berufen und ihren Sorgen denn zum eigenen Vorteil zu gewinnen wären.

Nachwortbedürfnis

Pascual Jordan, Der Naturwissenschaftler vor der religiösen Frage, Gerhard Stalling Verlag Oldenburg / Hamburg, 1963, Seite 267:
„( ... ) Augustin (De Civitate Dei, Buch XL, Kap. 6): Ohne Zweifel ist die Welt nicht in der Zeit, sondern mit der Zeit erschaffen. Vor der Welt konnte Zeit nicht sein, weil keine Kreatur war, mit deren bewegtem Zustandswechsel sie hätte werden können.
In einer mit der Denkweise heutiger Physik engstens und überraschend übereinstimmender Weise urteilt also der heilige Augustin, dass es sinnlos sei, von Zeit zu sprechen, ohne Bezug zu nehmen auf Vorgänge, Bewegungen, Änderungen, die sich in der Zeit abspielen ( ... )“.

 

Bloße Gegenwart fällt aus der Zeit heraus? Wie das? Und ohne jeden Zweifel erfolgt bewegter Zustandswechsel – und das kreaturunabhängig – sehr bezugnehmend auf Änderung von Ursache zur Wirkung, auf Naturvorgänge (Planetenbewegung, Quantensprung), auf Alterungsprozesse, auf Lichtausbreitung usw. – hingegen, beispielsweise, die Natur-, die Logik-, die Mathematikgesetze, die bewegen sich nicht, sind nur da, sind überall unveränderbar vorhanden, permanent-gegenwärtig zur kreativen Kenntnisnahme und kreativen Anwendung. Gegenwart ist notwendig ein zeitlicher Bestandteil im Wo, notwendig auch „vor der Welt“ – welcher? – vor der menschgemachten. „Vor“ zeigt zeiträumlich auf ein „Etwas in der Welt“ – wohin sonst?
Johannes Duns Scotus (um 1265/66-1308) beschreibt seinen 13. Satz: Die höchste Natur ist unverursachbar. 14. Satz: Die höchste Natur ist eine aktuell existierende. Auch wenn im Hinblick auf „göttliche Schöpfung“ gemeint – die höchste Natur ist eine aktuell existierende! Was (für sich) war, wird (für sich) aktuell werden, was aktuell ist, wird (für sich) aktuell gewesen sein. Scotus hielt Glauben und Wissen nicht als identisch mit Theologie und Philosophie, er brachte die konkret erkennbaren Dinge seiner Zeit kritisch in den Vordergrund? Im Volk aber darf und wird vielfach gelten: „Die Waage gleicht der großen Welt, das Leichte steigt, das Schwere fällt“ (Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Warum das Paradies anstreben, warum in die Saharadürre?
 
Zielgerade
von Inge Bott unweichgespült, unausgewuchtet, holperstraßengewohnt verfasst:
Die Körper geduscht, die Haut gesalbt,
die störrischen Seelen weichgespült,
Seelen ohne Profil – runderneuert und ausgewuchtet.
Dankbar für glatte Straßen und ebene Weiten.
Wollen keinen Garten Eden, aber auch nicht die Wüste.
Wollen nicht viel – nur nach dem Start ein bisschen ankommen.
(Inge Bott, Der lange Atem der Hoffnung, Gedichte, R.G.Fischer Verlag, Frankfurt 1991).
Den langen Atem der Wahrheitssuche gibt es hier und da ja auch, wirklichkeitsbezogen, motiviert zur Objektivität.
Was ist denn wo...

       Menschumschlungenheit ist viel. Nur Beharrung führt zum Ziel.
       Der Gewohnheit sich entwinden, Neues finden, Wissen binden!
 
       Auch eine ernste Sache kann eine wahre Freude sein...