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Menschungemachte geistige Realität wird durch Geist anwendende Denktätigkeit erkenntlich

Quantenphysik, Lichtgeschwindigkeit und weitere Naturkonstanten, Energieerhaltungssatz, Thermo- und Elektrodynamik usw. stellen gewiss prinzipielle Voraussetzungen für die materiellen, somit dinglichen, anfang- und endebehafteten Inhalte der Gesamtweltwirklichkeit dar.
Die Frage nach einer Grundlage für die immaterielle Gesamtweltwirklichkeit stellt sich anders, Grundlage kann nur die immaterielle Gesamtweltwirklichkeit selbst sein. Menschungemachte geistige Realität wird durch Geist anwendende Denktätigkeit erkenntlich, wie auch anders – sozusagen wenn Geist sich mit Geist trifft. Ein Prinzip lässt sich begreifen, aber nicht greifen.
Jene philosophische Theorie, die behauptet, dass alles Wirkliche nur als Materie gedeutet werden kann und Denkprozesse auf materielle Phänomene zurückzuführen sind, leugnet den dieser Behauptung innewohnenden Widerspruch, dass nämlich jeder Erkenntnis, auch jeder vermeintlicher, denkgeistig angewandte Tätigkeit vorausgesetzt ist. Die Behauptung einer kausalen Wirkung von materiellen Gehirnvorgängen auf Denken und Bewusstsein widerspricht sich, weil dann Denk- und Bewusstseinsprozesse nicht selbstseiende Denk- und Bewusstseinsakte wären, die wohl aber geistig selbstgesetzlich („richtiges“ Denken, das Sein im Bewusstsein) und selbstständig Gehirnvorgänge ingang setzen. Unser Körper ermöglicht zwar das Denken, doch die Anwendung von Geist durch Denken führt ja die gedachte Voraussetzung der Materie zum Denken nicht nur prompt ad absurdum, sondern beweist sich widerspruchsfrei als wirkende Ursache.
Quadratur des Kreises

„Wir alle haben Vorurteile“, sagt Karl Popper. Wir alle eben. „Wir wissen nicht, wir raten“, sagt er auch, wissend, dass Viele doch vieles wissen. Bloß: Wird objektiv geprüft, ob das denn immer noch in sich selbst widerspruchsfrei stimmt?

„Urknall“-Behauptung vollkommen widersprüchlich

In der Physik wurde der unsinnige Nichts-Begriff durch das Wort Singularität ersetzt, um dem „Urknall des Universums“ Geltung zu verschaffen. Schnell, ähnlich dem Missbrauch des Quantensprungs der Mechanik (Elektronen) in der Physik, wurde von fachlich unwissender Seite der spektakuläre Superbegriff big bang aufgegriffen und für eigene Vorteilszwecke jedweder Art benutzt.
Auch einem solchen, lediglich rechnerisch hinkonstruierten und großartige Vorstellungsphantasien anregenden Urknallspektakel muss zumindest, weil zwingend, ein raumzeitliches Da-Sein-Können (Irgendwann, Irgendwo) vorausgesetzt werden, was die Gretchenfrage aufwirft: „Nun sag', wie hast du's mit dem Widerspruch?“
„Sein“ ist allem Seienden ausnahmslos voraus zu stellen. Dieser „Urknall“ müsste ja einst im ihm zugehörigen Da-Sein gewesen sein, um etwas explodieren lassen zu können, und das etwa „nirgendwo? Nirgendwann?“ Das urprinzipielle „Sein“ ist aus naturwissenschaftlichem Desinteresse infolge mathematisch umgesetzter Operatoren, gewonnen aus philosophisch geprägten Denkvorgängen, wegbehauptet. Die metaphysische Singularitätsvorstellung ist jedoch ontologisch unhaltbar. Allem, so auch der Singularität, ist Raumzeitlichkeit vorauszusetzen, damit es überhaupt da sein „kann“!
Singularität in der Urknallbehauptung wird uns dadurch gekennzeichnet, dass sie den „Beginn der Raumzeit“ ingang setzte. Dem Nacheinandersein der Urknall-Ereignis-Elemente, weil jedes Ereignis aus dem kontinuierlichen Fortgang seiner Ereigniselemente erst zum Ereignis wird, würde Zeiträumlichkeit bereits innewohnen (Nacheinandersein, Fortgang). Diese später erst ingang zu setzen bedeutet vollkommene Widersprüchlichkeit. Das Prinzip des ontologischen Nicht-Widerspruchs richtet sich an dieser Stelle gegen die „Nicht-Raumzeit“-Behauptung, aus der sich der big bang als gewollte Konstruktion erweist, um die Physik-Disziplin von zwingenden, eben „nur philosophischen“, aber in sich selbst schlüssigen Erkenntnissen abzugrenzen. Die Forderung an die Wissenschaft, so auch an die Physik, bleibt jedoch gültig: Wissenschaftliche Aussagen müssen stimmen.
Theologisch betrachtet schuf im religiösen Glauben Gott Raum und Zeit. Hier tritt analog der aussagenimmanente Widerspruch auf. Schaffensprozesse enthalten schon beides, sonst wäre Schaffen ein inhaltlich unsinniger Begriff. Zeiträumlichkeit kann nicht geschaffen werden. Sie ist im Schaffen bereits enthalten. Hingegen lässt sich in der Auffassung der prinzip-geistigen Voraussetzung für alle dingliche gesamtweltwirkliche Existenz zwischen philosophischer und theologischer Betrachtung eine Differenz nicht finden.

 

Der Versuch, durch das geistige Phänomen des Prinzips der Gesamtweltwirklichkeit die Basis auch der immateriellen Weltwirklichkeit zu erklären, muss zur Erkenntnis führen, dass das Prinzip eines jeden einzelnen Gewesenen, Seienden und Werdenden genau dieses Gewesene, Seiende und Werdende in seiner So-Beschaffenheit und nicht in einer Anders-Beschaffenheit bestimmt. Auch die Logik ist durch das ihr zugehörige Prinzip so Logik, wie sie Logik ist. Ihrerseits enthält Logik Prinzipien, etwa das Prinzip des ausgeschlossenen Dritten oder das des unzulässigen Widerspruchs. Jedes Element auch eines Gegenstands oder eines gegenständlichen Ereignisses ist durch das ihm zugehörige Prinzip so Element dieses Gegenstands oder des Ereignisses, wie es dieses Gegenstands- oder Ereigniselement ist und nicht anders.
Zu behaupten, dass ein bestimmtes Etwas erst durch seine Daseinsexistenz das ihm zugehörige Prinzip entstehen lässt, würde bedeuten, dass das Verschwinden dieses Prinzips mit dem Übergang des Etwas ins Dagewesensein erfolgt. Das einem bestimmten Etwas zugehörige Prinzip ermöglicht aber in der Information über dieses Etwas dessen So- und nicht Anderssein an vielen relativistisch-raumzeitlichen Orten und ist deshalb (mehr oder weniger präzise) wahrnehmbar. Die Etwas-Elemente an sich, unabhängig von der Entfernung zum Wahrnehmenden, sind ja stets vor dem Wahrgenommenwerden bereits aus ihrem Da-Sein verschwunden.
Die Voraussetzung rein geistiger Prinzipien als Ursprung und Grundlage für die Beschaffenheit und Existenz der Ding-Elemente in der Gesamtweltwirklichkeit führt zur Erkenntnis, dass innerweltlicher Geist, wie er sich im menschlichen Bewusstsein expliziert (Georg Wilhelm Friedrich Hegel, 1770-1831), der Materie eigenständig vorsteht, aber sich durch sie zeigt, und auch, dass immaterielle Wirklichkeit durch angewandten Geist nutzbar ist und genutzt werden kann. Wir müssen damit leben, dass einer jeweiligen Nutzung auch unveränderbar ein Minuszeichen vorgesetzt sein könnte, und das auch zum Nachteil jeweils eines oder vieler Mitmenschen.