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Beobachter-„War“, -„Ist“, -„Wirdsein“

Wird in einem Kilometer Entfernung und unter der Voraussetzung des Mediums der Atmosphäre ein Gewehrschuss gehört, so wurde infolge der Schallgeschwindigkeit nach etwa 3 Sekunden ein zweites Jetzt erzeugt, nämlich das Jetzt desjenigen, als er den Schuss wahrnahm. Das erste Jetzt, das der Schussabgabe zugehört, ist im zweiten Jetzt ein War. Das zweite Jetzt war im ersten ein Wirdsein. Bricht eine Sonnenprotuberanz aus, so erreicht das Jetzt des ersten Ereigniselements mit Lichtgeschwindigkeit ein irdisches Beobachter-Jetzt nach rund acht Minuten. Generell wird eine Ereignis-Jetzt-Gegenwart über ein passendes Medium in viele weitere relative Jetzt-Gegenwarten an vielen zugehörigen Jetzt-Orten transportiert. Dem Ereignis und seinem Beobachter gemeinsam ist der Gang der Uhren, das aber nur, wenn sich beides im selben System befindet, beispielsweise auf der Erde, oder wenn Systeme sich mit gleicher Geschwindigkeit im Weltraum bewegen. Popper hätte nichts gegen diese physikalische Wahrheit einzuwenden gehabt, da sie sich mit der natürlichen Wirklichkeit deckt. Er würde es als falsch bezeichnen, behauptete man, dass der Gang der Uhren in der Weltwirklichkeit überall derselbe Gang sei. Nicht nur hat Max Planck (1858-1947) gezeigt, dass der weltraumzeitliche Fortgang nicht stetig, sondern in natur-elementaren Energiequanten erfolgt von etwa 6,6252 × 10⁻34 Joule/Sekunde. Auch hat Albert Einstein (1879-1955) aus den Lichtgeschwindigkeitsmessungen von Albert Abraham Michelson (1852-1931) mit Feststellung der weltraumgültigen Lichtgeschwindigkeitskonstanz herausgefunden, dass mit Zunahme der Geschwindigkeit eines Systems die Uhren ihren Gang objektiv verlangsamen bis hin zur Dauergegenwart bei Lichtgeschwindigkeit, und hat daraus seine Spezielle Relativitätstheorie entwickelt und sie eindeutig formuliert. Wer möchte, kann unten in der „Einführung Spezielle Relativitätstheorie“ eine Erläuterung lesen.

 

Geschehensdetails bleiben zwar in jedem beliebigen System bei jeder Systemgeschwindigkeit dieselben, was heißt, dass ein intelligentes Wesen auch eine zeitliche Änderung an sich selbst nicht bemerkt, doch kehrt ein Mensch von einem schnell bewegten System auf seinen langsam bewegten Erdplaneten zurück, so ist er objektiv weniger schnell gealtert als er ohne Systemwechsel gealtert wäre. Einsteins Formel weist zwei physikalische Geschwindigkeiten auf, die Geschwindigkeit v eines beliebigen Systems und die Geschwindigkeitskonstante c der Lichtausbreitung ( 299792,5 km/sec im Vakuum ). So ist aus einem schnelleren System ein schnellerer Uhrengang in einem langsamen System festzustellen. Der nun zur Erde zurückgekehrte Raumfahrer altert wieder wie vor seiner Exkursion. Er hat sich selbst als unverändert älter geworden erlebt und findet nun die Mitmenschen als objektiv älter geworden vor, gemessen an sich selbst. Wir wissen auch, dass Ereignisinformationen aus viele Lichtjahre entfernten Galaxien uns um diese vielen Jahre später erreichen. Erst dann ist bei uns ein ursprüngliches Jetzt als unser Erkenntnis-Jetzt angekommen. Pro Jahr durchlaufen die Informationselemente transportierenden, in Photonen gequantelten massefreien „Lichtphasen“ 9,461340 × 1012 Kilometer im Weltraumvakuum. Betrachten wir einen nur drei Meter von uns entfernten Gegenstand, so erreichen die Informationen über ihn nach knapp 10 Nanosekunden unsere Augennetzhaut. Dazu kommt die Erfassungsdauer: Unser Sensorium erkennt ausschließlich Vergangenes, dessen eigenes gegenwärtiges Da-Sein bereits gewesen ist.

 

Die Formel der praktisch längst bestätigten Speziellen Relativitätstheorie zeigt klar, dass der Fluss der Momente bei Lichtgeschwindigkeit den Wert Null, die Dauer bis zur nächsten Sekunde den Wert Unendlich besitzt. Weil beides eindimensional existiert, ist auch beides in der Grundform als Sekunde dimensioniert. Hingegen erweisen sich ihre Funktionen als einander entgegengesetzt. Dauer wirkt als ein zeitlicher Widerstand, Momentenfluss als ein zeitlicher Strom, der Dauer überwinden muss. Gegenwart, auch immerwährende, ist nicht zeitlos, weil sie raumzeitlich da ist. Was sich in seinem Da-Sein befindet, hat als Voraussetzung einen Ort, an dem es gegenwärtig ist, und eine Weile, während der es gegenwärtig ist. Da-Sein ohne räumliches Hier und zeitliches Jetzt impliziert in einer solchen Aussage einen unzulässigen Widerspruch.

Systemgeschwindigkeit v vs. Lichtgeschwindigkeit c

Lorentz-FaktorLorentz-Faktor
Lorentz-Faktor
Spezielle Relativitäthstheorie

Setzt man für γ, den Lorentz-Faktor gamma, unter der Wurzel v = c, so ist hier 1 – 1 = 0 entstanden, woraus folgt: Wurzelwert = 0, woraus folgt: 1 dividiert durch 0 = ∞, also γ = ∞. Die mittlere Bahngeschwindigkeit der Erde beträgt 29,79 km/sec, eine gegen die Lichtgeschwindigkeit (gerundet) c = 300000 km/sec geruhsame Langsamkeit. Wenn auf der Erde über die Dauer von Δt₀ = 1 Erdensekunde ein Ereignis abläuft, das vollkommen unverändert gleichermaßen auch auf einem mit halber Lichtgeschwindigkeit bewegten Fremdsystem über die Dauer von Δt = 1 Fremdsystemsekunde abläuft, dann wird diese Fremdsekunde von der Erde aus mit ≈ 1,1547 Erdensekunden festgestellt. Soll vom Fremdsystem aus die Erdensekunde festgestellt werden, so ist dort die Bahngeschwindigkeit der Erde gegen die Lichtgeschwindigkeit einzusetzen. Die Kurve vom langsamen Beobachter- zum schnellen Beobachtet-System macht den überproportionalen Zuwachs der „zeitlichen Dehnung“ bis hin zu ∞ deutlich. Naturgesetz: c = unabhängig konstant.

Nicht nur setzt eine prinzipbedingte „zeiliche Dehnung“ als Funktion der von klugen Menschen erkannten Lichtgeschwindigkeitskonstanz ein, auch entstehen analog Längenkontraktion und Massenzuwachs bei schnelleren Systemen gegenüber langsamen, was aber nicht weiter behandelt wird.

Einführung Spezielle Relativitätstheorie

Beim Suchen nach Wahrheit braucht man mindestens a) Phantasie,
b) Versuch und Irrtum, c) die allmähliche Entdeckung unserer eigenen Vorurteile mit Hilfe von a), b) und mit Hilfe der kritischen Diskussion.
Sagt Karl Raimund Popper. Mag ja wohl nicht jeder gerne einsehen.