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Logische Klärung der Gedanken... Widerpruchsfreiheit.

Einfach denken, aber nicht einfacher (frei nach Albert Einstein, 1879-1955)
 
Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes, schreibt der Kunsthistoriker Cornelius Gurlitt (1850-1938). Schön wär’s, das passiert selten. Die Wissenschaften nähren die Jugend, ergötzen das Alter, hinterlässt Marcus Tullius Cicero, 106-43 v.Chr., sich mit den Jahren vielleicht als endgültig weise geworden empfindend. Der Zweck der Philosophie ist die logische Klärung der Gedanken, womit Ludwig Wittgenstein (1889-1951) sich in Kenntnis der menschlichen Denkproblematik deutlich artikuliert.
Einfach denken kann auch einfach mal denken bedeuten, prüfen, ob eine ernstgemeinte Aussage logisch wahr oder falsch ist, ob sie mit der gemeinten Wirklichkeit übereinstimmt, ob sie stimmt.
Die von Martin Heidegger (1889-1976) gestellte erste aller philosophischen Fragen, warum überhaupt Seiendes ist und nicht vielmehr Nichts, kann nur so beantwortet werden: Heideggers „Nichts“ ist nur nicht, alle anderen Antworten widersprechen sich selbst, indem Nichts als ein Etwas behauptet wird.
Prüfung: Nichts ist nur nicht, und so ist es nicht möglich, sich Niemals-Seiendes als ein Vorhandenes vorzustellen oder Niemals-Seiendes auf abstrakte Weise als das Alles-Gegenteil zu begründen.
Denkkonsequent denken bedeutet aus dieser zwingenden Erkenntnis, dass alles Gewesene, Seiende und Kommende, das es ja zweifellos gibt, als das eine vorhandene Alles in notwendig randloser Raumzeitlichkeit bezeichnet werden kann und dass diese Raumzeitlichkeit die erste Voraussetzung dafür ist, dass jedes materielle und immaterielle Etwas in seiner ihm zugehörigen Gegenwart einmal bzw. permanent da sein kann. Folglich ist jedem Etwas ein ihm zugehöriger zeitlicher Gegenwartsmoment und ein ihm zugehöriger räumlicher Gegenwartsort naturgesetzlich zugeordnet. Beispielsweise kann ein Gegenwartsmoment auch als permanent gegenwärtig (Nur-Gegenwart), nicht aber als „Nullsekundenmoment“ (Null-Gegenwart) definiert werden. Die Aussage Nullsekunde ist in sich selbst widersprüchlich.
Stichwort: Planck'sches Wirkungsquantum mit endlichem quantenmechanischem Energiewert h = 6,6252 × 10⁻34 Joule/sec – ein Grenzwert analog dem Grenzwert der Lichtgeschwindigkeit.
Die beiden materiellen Endlichkeiten in der Raumzeitlichkeit: „Obere Grenze“ als Lichtgeschwindigkeit c, „untere Grenze“ als Energiequantum h.
Ewigkeit, Unbegrenztheit?

Prüfung auf Widersprüchlichkeit

Das Ur-Prinzip der immateriellen Seinsbasis Alles weist dieses Alles als unteilbares Element „Alles“ aus, und weil es nur permanent-gegenwärtig da sein kann, braucht es sein Wann (immer) und sein Wo (überall). Beides bedeutet die im „Alles“ notwendig enthaltene Zeitlichkeit und Räumlichkeit. Es muss immer und überall unteilbar und gegenteilslos gegenwärtig (also zeitlichkeits- und räumlichkeitsgebunden) sein. Jedes alternative Denken führt in die geistige Widersprüchlichkeit. Wird ein Außerhalb oder eine diesem „Alles“ innewohnende Struktur behauptet, so widerspricht es sich durch Begrenzung selbst, Alles wäre nicht „Alles“ und würde nicht absolut alles enthalten.
Die Behauptung des eindimensional immateriellen Ewigkeitelements in unabhängig permanent vorhandener Gegenwart widerspricht sich nicht, so dass für diese Ewigkeit das anfang- und endebehaftete Nacheinandersein zeitlich begrenzter materieller Gegenwartsmomente ausgeschlossen ist, Ewigkeit ist raumzeitlich nur da. Auch mit Anfang, Ende und durch Masse begrenzte Körper beliebiger Ausmaße befinden sich innerhalb des einen „Alles“. Beliebige Ausmaße betreffen auch Ausmaße innerhalb nur einer Atomlage in ihrer grundsätzlichen x,y,z-Umgebung. Atomkern, Elektron, jedes Teilchen – was auch immer im „Spin“ der Drehung um die eigene Achse erwähnbar ist, Sterne usw., benötigt als Voraussetzung ihrer Bewegungsvorgänge Zeitlichkeit und Räumlichkeit – was sonst oder wie anders.
Die Behauptung der räumlich-dreidimensionalen Unendlichkeit als permanent gegenwärtige räumliche Unbegrenztheit widerspricht sich nicht, so dass hierfür ein anfang- und endebehaftetes Umeinandersein beliebig räumlicher Abstände mit beliebig grundkoordinatenbezogenen Winkelwerten ausgeschlossen ist (Abstand = null ist nicht Abstand).
Raum- und Zeitlosigkeit in sich selbst widersprüchlich denken bedeutet Nichts als Etwas ohne Etwas-Sein denken. Raum- und Zeitlosigkeit begrifflich als in sich selbst widersprüchlich erfasst zu haben widerspricht sich nicht. Raum- und Zeitlosigkeit kann es nur nicht geben.
Denken, sagt Immanuel Kant (1724–1804), kann ich, was ich will, wenn ich mir nur nicht selbst widerspreche. Das Prinzip vom Nicht-Widerspruch ist ein allgemeines ontologisches Gesetz, sagt Albert Menne (1923-1990). Sic!

 

Konsequentes Erfassen dieser Art soll weiterversucht werden. Wer's (prüfen) mag, der mag's, und wer es nicht mag, der mag's ja wohl nicht mögen.
Fritz Reuter (1810-1874).